Kastration bei der Hündin

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18. Dezember 2019
Kastration bei der Hündin

Unsere Haustiere sind inzwischen fester Bestandteil der Familie geworden und somit ein Familienmitglied. Das Wohlergehen und die Pflege des Lieblings steht an erster Stelle. Hierzu gehört auch der Gedanke an eine Kastration, die aus vielerlei Gründen vorgenommen werden kann.

Gründe für eine Kastration:

  • unerwünschtes Verhalten
  • Verhinderung ungewünschter Nachkommen
  • Verhinderung spezifischer Erkrankungen

Was bedeutet Kastration?
Durch die Kastration wird die Fähigkeit des Hundes zur Fortpflanzung aufgehoben.
Bei der chirurgischen Kastration werden die Keimdrüsen, sprich Hoden und Eierstöcke des Tieres durch den Tierarzt entfernt.

Leider hält sich fälschlicherweise immer noch die Aussage, dass Rüden kastriert werden und Hündinnen sterilisiert. Dies ist falsch. Sowohl der Rüde, als auch die Hündin werden kastriert.
Bei einer Sterilisation werden ausschließlich die Samenleiter (beim Rüden) oder die Eileiter (bei der Hündin) durchtrennt. Damit wird zwar ein ungewollter Nachwuchs verhindert aber es besteht kein Einfluss auf unerwünschtes Verhalten. Zudem wird die Hündin weiterhin läufig.

Kastration der Hündin:
Bei der chirurgischen Kastration der Hündin entfernt der Tierarzt im Rahmen einer Operation beide Eierstöcke oder die Eierstöcke und die Gebärmutter. Bei jungen Hündinnen ist die alleinige Entfernung der Eierstöcke in der Regel ausreichend. Bei älteren Hündinnen ist es oft sinnvoll, insbesondere bei bereits bestehenden Veränderungen an der Gebärmutter, diese ebenfalls zu entfernen.

Nach dem chirurgischen Eingriff wird Ihre Hündin nicht mehr läufig und kann keine Welpen mehr bekommen. Zugleich verhindert eine Kastration, dass Ihre Hündin scheinträchtig wird. Dies geht einher mit einem geschwollenen Gesäuge, das Milch produziert, sowie Nestbau und einer sehr anhänglichen, fast schon depressiven Hündin. Auch treten bestimmte Erkrankungen, wie beispielsweise Gebärmutterentzündungen, Gesäuge- und Eierstockstumore seltener oder gar nicht auf.

Wann sollte eine Kastration bei der Hündin vorgenommen werden?
Oft hört man noch fälschlicherweise, dass die Hündin vor der Kastration mindestens einmal Welpen zur Welt gebracht haben sollte. Dies ist mittlerweile veraltet. Auch die Ansicht, dass eine Hündin vor der ersten Läufigkeit kastriert werden sollte, um Mammatumoren vorzubeugen, ist inzwischen mit zahlreichen Studien widerlegt.
Der ideale Zeitpunkt zur Kastration der Hündin ist nach der ersten Läufigkeit. Diese tritt je nach Rasse und Größe der Hündin ab dem 6. – 12. Monat zum ersten Mal auf. Bitte sprechen Sie den idealen Zeitpunkt am besten mit Ihrem Tierarzt ab.

Wie wird eine Kastration bei der Hündin durchgeführt?
Der Eingriff dauert je nach Größe und Alter des Hundes um die 90 Minuten und findet in Vollnarkose statt. Üblicherweise wird der Eingriff über einen Bauchschnitt vorgenommen. Es gibt aber inzwischen auch die Möglichkeit über eine endoskopische/laparoskopische Kastration, den Vorgang so minimal invasiv, wie möglich, zu gestalten. Hier wird ohne einen großen Bauchschnitt, sondern mit sehr kleinen Löchern durch die Bauchdecke kastriert. Dieser Eingriff ist dementsprechend komplizierter und daher teurer aber für die Hündin mit weniger Schmerzen und Nachsorge verbunden.

Nach dem Eingriff wird die Wunde geschlossen und mit einem Verband abgedeckt. Zum Schutz der Wunde sollte ein T-Shirt oder ähnliches getragen werden. Auch eine Halskrause sollte der Hündin aufgesetzt werden, damit ein Lecken und eine damit verbundene Verunreinigung der Wunde verhindert werden kann. Eine Nachkontrolle der Wunde findet nach 3 bis 4 Tagen beim Tierarzt statt.
Nach 10 Tagen ist die Wunde geschlossen, sodass der Tierarzt die Fäden ziehen kann.

Welche Risiken sind mit einer Kastration verbunden?

  • Narkoserisiko
  • Nachblutungen
  • Wundinfektion
  • Inkontinenz
  • Veränderung des Fells
  • Verhaltensveränderungen
  • Erhöhte Anfälligkeit für Übergewicht


Anzahl der Kastrationen von männlichen und weiblichen Hunden in verschiedenen Ländern:

Aus der Grafik (s. unten) wird ersichtlich, dass deutlich mehr Hündinnen kastriert werden, als Rüden. Gerade in den USA und in Kanada wird über 80 % der Hundepopulation kastriert. In diesen Ländern ist es sogar üblich, seinen Hund bereits im jungen Alter (ab 12 Wochen) zu kastrieren.

Sie möchten sich weiter über das Thema Kastration informieren? Dann besuchen Sie unsere Website: kastrationhund.de